Tags
Das Schnarch Museum in Alfeld wurde von einem ortsansässigen Arzt, der selbst in der Schlafforschung tätig ist, gegründet. Wobei von einem Museum zu sprechen meines Erachtens nicht ganz angemessen ist, eine Kuriositätensammlung trifft es wohl eher. Aber gerade diese Gratwanderung, die Symbiose von beidem macht den Besuch spannend. Eine eindeutige Ausweisung als Museum durch ein Schild, den Namen, feste Öffnungszeiten, Vitrinen mit Ausstellungsobjekten und einer Führung rahmen die Sammlung als Museum, bringen sie in einen musealen Kontext. Die fehlende Archivierung und Forschung am Objekt jedoch und die Atmosphäre einer Zurschaustellung von lieb gewonnenen Kuriositäten, die dafür zu schade sind sie einfach weg zuschmeißen und der daraus entstandene Wunsch andere daran teilhaben zu lassen, passen nicht so recht in diesen Kontext, reiben sich daran. Was einer näheren Betrachtung des Ausstellungsraumes bedarf.
Die Vitrinen sind voll gestopft mit Objekten vieler Herrenländer und verschiedener Zeiten, die alle den gleichen Zweck verfolgen: dem Schnarchen den Garaus zu machen. Da sie dies jedoch auf unterschiedlichste Art und Weise tun, sind sie thematisch geordnet, sortiert und teilweise mit Erklärungen versehen. Diese alleine reichen jedoch nicht aus, was der Führung einen hohen Stellenwert beikommen lässt. Die eher trockenen Erklärungen werden durch beifällig gestreute Anekdoten unterstrichen von denen es ruhig mehr geben dürfte, denn die Objekte brennen gerade zu nach Geschichten. Aber das Augenmerk scheint auf dem bloßen Ausstellen, dem Zugänglich-Machen zu liegen und nicht auf der Inszenierung.