Morgen muss ich mein Beispiel einer reflexiven Inszenierung vorstellen. Im Moment sitze ich gerade an der Zusammenstellung meiner These die lautet, dass jedes Making of eines Films eine reflexive Inszenierung ist. Sehr stark ist natürlich das Argument, dass die technischen Herstellungsbedingungen aufgezeigt werden. Das reicht vom Zeigen wie eine Filmszene gedreht wurde und wie sie dann im Film selbst zu sehen ist, über das “Verraten” von Tricks / Stunts und ähnlichem bis hin zu der Darstellung was für Dinge für die Produktion gebraucht wurden (Maske, Catering, Requisiten…).
Jedes Making of entscheidet sich für eine Art der Darstellung, so mutet etwa das Making of von Nirgendwo in Afrika wie ein Dokumentationsfilm an oder das von Whale Rider gleicht einem Werbe- / Informationsfilm, einer Art erweiterter Trailer und doch eint sie die Inszenierung des Entstehungsprozesses des Films und meist auch die Motivation des Filmteams zu zeigen.
Ein Crewmitglied von Whale Rider verglich das Aufzeigen der Spezialeffekte mit einem Zauberer der seine Tricks verrät und so zur Entmystifizierung des Films beiträgt und trotzdem wird ein Blick hinter die Kulissen gewährt. Verändert sich dadurch auch die Wahrnehmungsbedingung beim Zuschauer? Und wenn ja, wieso wird es dann trotzdem gemacht? Dieser Frage werde ich noch nachgehen.