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Events im Kulturbetrieb erfreuen sich einer ungebrochenen Popularität. Durch aufwendig inszenierte Spektakel erhofft man sich eine breite Öffentlichkeit und im besten Fall die Rekrutierung neuer Besucher. Der fast schon inflationär gebrauchte Begriff wird in der Praxis mit Festivals und sogar Festen in einen Topf geworfen, was dazu führt, dass eine als Event bezeichnete Veranstaltung nicht immer als solches gesehen werden kann.
Einige Kriterien können dabei helfen die verschiedenen Festivitäten voneinander zu unterscheiden.
Das Fest
- privat
- eine kulturelle und / oder soziale Tradition wird gefeiert
- Anlass z.B. ein Jubiläum, ein kirchlicher Feiertag
- Feiern
- wiederkehrend
- lokal / regional begrenzt
- häufig ritualisiert
Das Festival
- öffentlich
- eher längere Dauer
- Austausch
- wiederkehrend
- Selbstzweck
- eventuell Profit
- Identifikation
- Programm
- Kunst
- überregional
Der Event
- eher öffentlich (wobei die Eingrenzung auf ein bestimmtes Publikum auch Merkmal für ein Event sein kann)
- PR-Charakter
- Präsentation
- kein direkter Verkauf
- Marketing-Maßnahme
- einmalig
Wobei natürlich angemerkt werden muss, dass die Abgrenzungen keineswegs überschneidungsfrei sind und es durchaus Ausnahmen gibt.
Es lassen sich weitere Kriterien aufstellen, die zur Bewertung eines Events herangezogen werden können. Diese sind:
- Originalität
- Emotionalität
- Stimmigkeit / Glaubwürdigkeit
- Präsentation des Konzeptes
Um vom Publikum als Event wahrgenommen zu werden, ist es wichtig, dass Originalität geboten wird. Es reicht hierbei nicht aus z.B. auf die Zugkraft einer bekannten Persönlichkeit zu setzen oder ein Konzept eins zu eins von einem anderen Kulturbetrieb / einer anderen Stadt zu übernehmen. Dem Event muss ein Konzept zu Grunde liegen, das genau auf die Anforderungen des Ausrichters maßgeschneidert ist, um das vorher verbalisierte und dokumentierte Ziel erreichen zu können. Dabei ist es meist sinnvoll mehrere Kunstrichtungen (Tanz, Literatur etc.) miteinander zu verknüpfen und die Emotionalität des Publikums durch haptische Erlebnisse zu steigern, um im besten Fall ein Gemeinschaftsgefühl zu wecken. Wichtig ist jedoch die Glaubwürdigkeit der Institution nicht aufs Spiel zu setzen.